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Vom Motorwagen zum Boliden – Die Geschichte des Automobils
Innerhalb eines Jahrhunderts hat das Auto das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt grundlegend verändert. Anfangs konnten sich nur Reiche ein eigenes Kfz leisten. Doch schon bald trat es, nicht zuletzt durch die Einführung der Fließbandfertigung durch Henry Ford, seinen Siegeszug an und wurde zum Massenprodukt. Der Preis eines Ford Modell T reduzierte sich von 850 US-Dollar auf 300 und war so auch für Arbeiter erschwinglich. Bis heute ist die Fahrzeugindustrie der Motor für Innovationen in Forschung und Entwicklung. Eine Zeitreise, die staunen lässt. Die Dokumentation präsentiert den rasanten Aufstieg der Automobilherstellung zu einem der bedeutendsten Industriezweige der Welt. Von Pariser Boulevard mit den ersten "pferdelosen Kutschen" bis hin zu Autobahnen schildert die Zeitreise die wichtigsten Schritte in der Geschichte des Autos. Dabei werden auch die Wandlung der Herstellungsverfahren nicht außer Acht gelassen. Wie wurde diese komplexe Erfindung, die die Gesellschaft grundlegend veränderte, zum Massenprodukt.
Vom Motorwagen zum Boliden – Die Geschichte des Automobils
Das Auto ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand – es verkörpert ein Lebensgefühl. Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs der Nachkriegszeit avancierte es zum Symbol der aufstrebenden : Küstenstraßen wurden asphaltiert, der Massentourismus nahm Fahrt auf und bald durchzog ein engmaschiges Straßennetz die Landschaften. Malerische Stadt- und Dorfplätze verwandelten sich in riesige Parkflächen, parallel dazu entwickelte sich das "Road Movie" zu einem eigenen Filmgenre. Familienkutschen wurden ebenso sorgfältig ausgewählt wie die Limousinen von Staatsoberhäuptern und Stars. Das Automobil stand für Emanzipation, Freiheit und Männlichkeit – aber auch für Entfremdung, neue Zwänge, Ängste und Tragödien. Die erschreckend hohe Zahl der jährlichen Verkehrstoten ist nur eines der dunklen Kapitel in der Geschichte des Kraftfahrzeugs. "Die Geschichte des Automobils" erzählt, wie das Auto zum Aushängeschild einer Epoche wurde, in der unermüdlicher Konsum noch als Versprechen ewigen Wohlstands galt.
Vom Motorwagen zum Boliden – Die Geschichte des Automobils
In nur rund 100 Jahren hat das Automobil die Lebens- und Arbeitswelten der Menschen auf allen Kontinenten grundlegend verändert, dazu Städte und Landschaften geprägt. Ende des 19. Jahrhunderts als Meisterwerk gefeiert, im 20. Jahrhundert zur Ikone stilisiert, wird es seit der Jahrtausendwende zunehmend als Umweltzerstörer und Luftverschmutzer gegeißelt und ist zum Sinnbild für die Schattenseiten des menschlichen Fortschritts geworden. Wie kaum ein anderes Objekt verkörpert das Auto die Widersprüche westlicher Gesellschaften, die einerseits nach stetigem Wirtschaftswachstum streben und andererseits ihren ökologischen Fußabdruck verringern wollen. Von der Ölkrise 1973 über die Hoffnung auf einen neuen Wirtschaftsaufschwung durch das Elektroauto dokumentiert "Die Geschichte des Automobils" den unaufhaltsamen und permanenten Fortschrittsdrang der Menschheit – bis hin zu der Erkenntnis, dass heute ein umfassendes Umdenken erforderlich ist, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.
Re: Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese
Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.
Küchen der Welt
(1): Kabeljau Deluxe – Portugals Bacalhau à Gomes de Sá In Portugal gibt es angeblich so viele Kabeljaurezepte wie Tage im Jahr. Küchenchefin Eugénia Gomes da Silva Tavares bereitet den Klassiker zu: Bacalhauà Gomes de Sá, ein gesalzener Kabeljau mit Kartoffeln und Eiern. Journalist Raphaël Lizambard geht der Geschichte des Gerichts und seines Namenspaten Gomes de Sá auf den Grund. Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard beleuchtet die Herkunft des Kabeljaus, seine Verbreitung in den ehemaligen portugiesischen Kolonien und seinen Nährwert. (2): Nostalgiegeschmack: Rita, eine Portugiesin in Schottland In Glasgow bereitet Rita für ihre Freunde einen Bolo de Bolacha zu, einen Kekskuchen aus ihrer alten Heimat Portugal. Sie erzählt von der typisch portugiesischen Melancholie, dem sogenannten Saudade, und von ihrer ersten Mahlzeit in Schottland, vor allem aber von ihrem Fusion Cake nach portugiesischem Rezept, für den sie schottische Kekse verwendet. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Bacalhau-Rezept, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! Rezept für Bacalhau à Gomes de Sá Zutaten für sechs Personen: – 800 g eingesalzenes Kabeljaufilet (Bacalhau) ohne Haut – 800 g Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten – 4 Eier – 1 gehackte Zwiebel – 4 gehackte Knoblauchzehen – 15 ml Olivenöl – 15 g Petersilie – Ein Dutzend schwarze Oliven – Salz und Pfeffer Zubereitung: – Am Tag vor der Zubereitung den Kabeljau entsalzen: Die Filets mit kaltem Wasser abspülen, in einer Schüssel mit reichlich Wasser bedeckt mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Das Wasser in dieser Zeit zwei bis drei Mal wechseln. – Die geschälte und in Stücke geschnittenen Kartoffeln in reichlich Salzwasser garen. – Den Knoblauch und die Zwiebel in Öl dünsten. – Wasser in einem Topf erhitzen und den Kabeljau darin 20 Minuten bei schwacher Hitze garen. Die Filets herausnehmen, abtropfen und etwas abkühlen lassen und dann mit einer Gabel zerkleinern. – Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln. Die Kartoffeln, den Kabeljau, den Knoblauch und die Zwiebel darin verteilen. Mit dem restlichen Öl beträufeln, leicht salzen, pfeffern und im Ofen bei 180 Grad Celsius 20 Minuten backen. – In der Zwischenzeit die Eier neuneinhalb Minuten kochen. Die hartgekochten Eier schälen und in Scheiben schneiden. – Die Eier auf dem Fisch anrichten, Petersilie und Oliven darüber streuen und heiß servieren. Moderation: Pierre Raffard.
Stadt Land Kunst
William Kleins ungeschminktes New York; Polynesien: Hingucker aus Perlmutt; Frankreich: Clémences provenzalisches Schmorfleisch; Hochwasserkatastrophe von Murcia. William Kleins ungeschminktes New York Polynesien: Hingucker aus Perlmutt Frankreich: Clémences provenzalisches Schmorfleisch Hochwasserkatastrophe von Murcia (1): William Kleins ungeschminktes New York William Kleins in New York entstandene Fotografien haben Schlagkraft. Vor seiner Linse zeigt sich New York nicht als Sinnbild des aufstrebenden Amerikas, sondern als schmutzige Metropole mit Ghettos und voll schriller Werbung. Klein war von New York gleichermaßen abgestoßen und fasziniert. Sechs Monate lang durchstreifte der Künstler mit seiner Rolleiflex die Stadt. New York beeindruckt durch seine in den Himmel ragenden Wolkenkratzer, doch Klein blieb am Boden: Ihn inspirierte das chaotische Treiben auf den Straßen. (2): Polynesien: Hingucker aus Perlmutt Es war einmal, in den Lagunen eines fernen Archipels, eine Muschel … Seltsame Kreaturen bewohnen die Meere Polynesiens: Leopardenrochen, Napoleon-Lippfische – und Austern, deren Perlmutt und Perlen den Menschen einst den Kopf verdrehten und zu begehrten Handelsprodukten wurden. Die als ausgezeichnete Taucher bekannten Paumotu holten die Muscheln aus der Tiefe des Meeres. Manchen gelang es, reich zu werden, andere verloren alles. (3): Frankreich: Clémences provenzalisches Schmorfleisch In Marseille kocht Clémence eine Daube. Für dieses typisch provenzalische Schmorfleisch brät sie zunächst die über Nacht in Rotwein marinierten Rindfleischstücke an. Anschließend gießt sie die Marinade erneut über das Fleisch und gibt Zwiebeln, Nelken sowie Kräuter hinzu. Dann muss das Gericht vier Stunden lang auf kleiner Flamme schmoren. Nach der Hälfte der Garzeit gibt Clémence Karotten hinzu. Als Beilage gibt es frische Nudeln. (4): Hochwasserkatastrophe von Murcia 1879 traten die Wasser des Río Segura in Murcia über die Ufer und lösten eine Katastrophe aus. Erstmals fand ein lokal begrenztes Unglück weltweite Beachtung ...
Stadt Land Kunst
Alexis Ravelo;\nBretagne: Das Heilige Land der Pardons;\nNeuseeland: Das Barbecue von Grattan;\nBaltimore: Mit Swing gegen die Rassentrennung. Alexis Ravelo Bretagne: Das Heilige Land der Pardons Neuseeland: Das Barbecue von Grattan Baltimore: Mit Swing gegen die Rassentrennung (1): Alexis Ravelo, in der Unterwelt der Kanarischen Inseln In den Straßen von Las Palmas, der Hauptstadt der Kanarischen Inseln auf der Atlantikinsel Gran Canaria, tummeln sich die Ganoven. In dem 2013 erschienenen Roman ʺThe Pekinese Strategyʺ schildert Schriftsteller Alexis Ravelo Seiten der Stadt, die weder Reiseprospekte noch Postkarten zeigen. Tito und Cora, die durch die Auswüchse des Massentourismus sozial abgestiegen sind, müssen sich mit schmutzigen Geschäften über Wasser halten. Ravelos Figuren werden von Drogenhändlern und kriminellen Netzwerken verfolgt, die Las Palmas fest im Griff haben. Doch ihre aufkeimende Liebe schenkt ihnen ein wenig Hoffnung. (2): Bretagne: Das Heilige Land der Pardons Seit etwa 700 Jahren veranstaltet die Stadt Tréguier jedes Jahr im Frühling eine Prozession zu Ehren des Heiligen Yves, dem lokalen Schutzpatron der Bretagne – und der Rechtsanwälte. Der Schädel des Heiligen aus dem 13. Jahrhundert wird von Priestern und Juristen in Robe feierlich durch die Menschenmenge getragen. In der Bretagne gibt es angeblich fast 2.000 solcher Umzüge, sogenannte Pardons, mit mehr oder weniger religiösem Bezug. Seit dem Mittelalter ehren die Bretonen, egal ob auf dem Land oder in den Städten, Männer und Frauen als Heilige und Beschützer der Region. (3): Neuseeland: Das Barbecue von Grattan 45 Minuten nördlich von Auckland lädt Grattan zu einem traditionellen neuseeländischen Barbecue. Hier gibt das Fleisch den Ton an, von Lammkarree mit Kräuterpanade bis zum zünftigen Rindersteak. Serviert wird das Ganze mit Kartoffeln und Mais – in guter neuseeländischer Tradition. (4): Baltimore: Mit Swing gegen die Rassentrennung Zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrscht in den USA die Rassentrennung. Die Golfplätze in Baltimore machen da keine Ausnahme. Bis eines Tages die ersten afroamerikanischen Spieler dort auftauchen ...
Flucht von Alcatraz
Häftling Clint Eastwood sagt Amerikas Hochsicherheitsknast „Goodbye“. Häftling Frank Lee Morris (Clint Eastwood) hat nur noch ein Ziel: Raus aus Alcatraz. Eine Flucht von der Gefängnisinsel, auf der einst auch Gangsterkönig Al Capone inhaftiert war, ist bisher noch keinem gelungen. Doch Frank findet einen Weg nach draußen: durch die unbewachten Lüftungsschächte… Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Am 11. Juni 1962 gelang es drei Gefangenen, die Sicherheitsvorkehrungen auszutricksen. Sie entkamen nachts und wurden nie gefasst. Es dauerte Monate, bis die Filmcrew eine Drehgenehmigung am Originalschauplatz in der Bucht von San Francisco bekam. Danach wurde tonnenweise Material auf die Insel geschafft, um die maroden Zellen der 1963 geschlossenen Strafanstalt zu renovieren und 24 Kilometer Stromkabel zu verlegen. Diese Restaurierung kommt heute den jährlich ca. eine Million Alcatraz-Touristen zugute.
Pakt mit der Natur
Seit 1850 sind die Gletscher des Mont Blanc um fast 70 Prozent geschrumpft. Im Tal von Chamonix haben diese Veränderungen zur Entstehung von Gletscherhöhlen geführt, die von Bergführern wie Jean-Franck Charlet und David Delachat gezeigt werden. Im Département Pyrénées-Atlantiques wandert Véréna Patacq jeden Sommer mit ihrem Vater durch die Berge, um dort lokales Saatgut zu gewinnen. Sie stammt aus einer Familie von Saatgutproduzenten und treibt die Neuanpflanzung von Horst-Rot-Schwingel voran, einer lokalen Grasart, die der Bodenerosion entgegenwirkt und im Winter den Schnee an den Hängen hält. Nicht weit davon entfernt, im Baskenland, verarbeitet die Gebirgs- und Schafliebhaberin Aña Andiazabal das Vlies der einheimischen Schafrasse Manech Tête Noire, die viele Jahre lang nicht mehr für die Wollproduktion genutzt wurde, zu Pullovern, Espadrilles, Matratzen und Steppdecken. Damit knüpft sie an eine alte Handwerkstradition an, die sie mit den Hirten verbindet.
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