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La Pietà: Requiem für einen Gletscher
Der Vatnajökull stirbt. Europas größter Gletscher schmilzt - bis zu einem halben Meter pro Jahr. In 150 Jahren könnte er verschwunden sein. Sein dumpfes Ächzen, das wie ein Xylofon aus Eis klingt, ist das Geräusch eines sterbenden Riesen. Doch lange bevor die Gletscherschmelze weltweit thematisiert wurde, widmeten sich ihm vier Männer und drei Frauen mit ihrem ganzen Leben: Flosi Björnsson und seine sechs Geschwister. Sie lebten auf einem abgelegenen Hof am Fuße des Vatnajökull, keiner von ihnen heiratete oder bekam Kinder. Ihr Hof, seit Jahrzehnten verschlossen, wirkt heute wie das Skelett eines gestrandeten Wals - ein Relikt einer vergessenen Zeit. Der Fotograf Ragnar Axelsson, der hier als Kind die Sommer verbrachte, kehrt zurück. Als sich die Türen öffnen, scheint Flosis Stimme aus dem Jenseits zu erklingen, als wolle sie von einer Welt erzählen, die es nicht mehr gibt. Die Regisseure Rafa Molés und Pepe Andreu nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch die Zeit und das Eis. Ihr Film „Requiem für einen Gletscher“ gleicht schon fast einer spirituellen Erfahrung. Man hört das Knacken des Eises, das Seufzen des Gletschers, spürt seine letzte Kraft. Der Mensch versucht, das Unvermeidliche hinauszuzögern: Gletscher werden mit weißen Planen bedeckt, um sie vor der Sonne zu schützen - wie das Leichentuch über einem Kind, das man nicht retten konnte. Überall auf der Welt sterben Gletscher. Der Vatnajökull ist nur einer von vielen. Ein Requiem, das uns daran erinnert, dass wir Zeugen eines unwiderruflichen Abschieds sind. Der Film wurde erfolgreich auf mehreren bekannten Festivals gezeigt, zum Beispiel in Thessaloniki, bei DocsBarcelona sowie beim DOK.fest München.
Leonard Cohen: Live in London
Leonard Cohen ist unvergessen, viele seiner wundervoll emotionalen Songs zählen zu den Klassikern der Popgeschichte. Sie gehen unter die Haut und zeugen von seiner spirituellen Suche nach dem Sinn des Menschseins angesichts von Katastrophen und des Leids, das Menschen über Menschen bringen. Seine Stimme ist unverwechselbar. Als Leonard Cohen am 17. Juli 2008 im Alter von 73 Jahren nach einem mehrjährigen Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster und dem Verlust seines Vermögens nach langer Konzertpause wieder auf die Bühne zurückkehrt, begeistert er die Fans in der Londoner O2 Arena mit seinem sanften Charme und leisen Witz. Auch seine größten Hits wie „Suzanne“, „Hallelujah“ oder „Dance Me to the End of Love“ stehen auf dem Programm der einstündigen Konzertfassung.
Misericordia
Jérémie kehrt in das Dorf Saint-Martial zurück, um an der Beerdigung seines ehemaligen Arbeitgebers, eines Bäckers, teilzunehmen. Dessen Witwe Martine bietet ihm an, einige Tage bei ihr zu wohnen. Während sie seine Gesellschaft genießt, reagiert ihr Sohn Vincent gereizt auf den unerwarteten Gast. Zwischen den beiden Männern wachsen Eifersucht und Misstrauen, bis Jérémie Vincent schließlich tötet. Schnell versucht er, die Folgen seiner Tat zu verbergen. Doch im Dorf bleibt nichts unbemerkt. Ausgerechnet der örtliche Priester wird zu seinem Verbündeten und macht deutlich, dass seine Fürsorge von einem persönlichen Begehren begleitet ist. Auch Jérémies Verhältnis zu den anderen Männern im Dorf ist von Anziehung, Konkurrenz und unausgesprochenen Sehnsüchten geprägt. Alain Guiraudie verbindet in „Misericordia“ Kriminalfilm, Komödie und psychologisches Drama zu einer Geschichte über Schuld und Verlangen. Statt nach dem Täter zu fragen, interessiert ihn, warum Menschen bereit sind, moralische Grenzen für jemanden zu verschieben, den sie begehren oder lieben. „Misericordia“ feierte 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion „Cannes Première“ seine Weltpremiere. Regisseur Alain Guiraudie bezeichnete seinen Film sinngemäß als einen „erotischen Thriller ohne Sex“: Begehren ist allgegenwärtig, wird jedoch fast nie erfüllt. Mit Félix Kysyl, Catherine Frot und Jacques Develay entwickelt er daraus eine düstere und abstoßende, zugleich aber humorvolle Geschichte, in der sexuelle Anziehung und moralische Verantwortung unauflöslich miteinander verbunden sind.
Gilberto Gil
Seit mehr als 60 Jahren prägt Gilberto Gil die brasilianische Musik wie kaum ein anderer. Als Mitbegründer der Tropicalismo-Bewegung revolutionierte er in den 1960er Jahren die Musikszene, indem er Bossa Nova mit Rock ‘n‘ Roll, Samba mit Soul und traditionelle Klänge mit avantgardistischen Einflüssen verband. Seine Musik ist zeitlos - politisch, poetisch und stets voller Lebensfreude. Mit Stücken wie „Aquele abraço“ oder „Refazenda“ wurde er zur Stimme Brasiliens, die weltweit gehört wird. Im Oktober 2023 trat Gil in der Pariser Philharmonie auf - ein Konzert, das einmal mehr sein Können unter Beweis stellte. Begleitet von seinen Kindern und Enkelkindern Bem, José, João und Flor schuf er einen Abend voller musikalischer Intensität. Das Programm spannte einen Bogen von frühen Tropicalismo-Hymnen wie „Chiclete com banana“ über das funkige „Expresso 2222“ bis zu melancholischen Stücken wie „Ladeira da preguiça“ und „Viramundo“. Jeder Song zeigte eine andere Facette seines Schaffens: mal rhythmisch mitreißend, mal nachdenklich lyrisch, stets aber mit jener unnachahmlichen Wärme, die Gils Musik auszeichnet. Das Publikum feierte den über 80-jährigen Musiker, der mit unverminderter Energie auf der Bühne stand. Besonders berührend waren die Momente, in denen die Familie Gil gemeinsam musizierte. Wer live dabei war, erlebte einen der großen Momente der Weltmusik: ein Konzert, das Gilberto Gils Status als lebende Legende einmal mehr bestätigt.
Unbeugsam im Gulag
Jefrossinija Antonowna Kersnowskaja kam 1907 als Tochter einer russischen Adelsfamilie in Odessa zur Welt. Wegen der Oktoberrevolution floh die Familie auf ein Landgut in Bessarabien. Später wurde Frosia nach Sibirien verbannt. Nach einem Fluchtversuch erging ein Todesurteil, das schließlich in eine Lagerhaft umgewandelt wurde. Insgesamt verbrachte sie 18 Jahre entweder in Lagerhaft oder als Zwangsarbeiterin. In den 1960er Jahren schrieb Frosia ihre mit 680 kolorierten und kommentierten Zeichnungen versehenen Memoiren. Ihre Erinnerungen vermitteln ein erschütterndes Bild vom Alltag der Gulag-Häftlinge, der sogenannten Zeks, dem zum System erhobenen Hunger und der Rolle der Gulags in der sowjetischen Planwirtschaft. Abgesehen von seiner anerkannten künstlerischen und dokumentarischen Qualität vermittelt dieses einzigartige Werk, wie der Mensch unter Extrembedingungen überlebt und handelt. Der Film greift diesen seltenen weiblichen Blick auf die Hölle der Sowjetära auf und zeichnet gleichzeitig das Porträt eines außergewöhnlichen Menschen.
Wasserpioniere
Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft beschreiten. Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen der Insel dank der Bewässerungsgemeinschaften, sogenannter „Subaks“ bewässert. Diese beruhen auf der traditionellen balinesischen Tri Hita Karana-Philosophie, die auf eine Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaften, die Gesellschaft und die balinesische Identität. Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Das Massentourismusziel Bali erlebt, wie die landwirtschaftlichen Flächen verschwinden und die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche bedroht werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken. Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan vertritt einen anderen Ansatz und setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder generiert. Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen: Diese Folge erzählt von Menschen, die dafür kämpfen die Seele Balis vor der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen.
Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See
Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft beschreiten. Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen der Insel dank der Bewässerungsgemeinschaften, sogenannter „Subaks“ bewässert. Diese beruhen auf der traditionellen balinesischen Tri Hita Karana-Philosophie, die auf eine Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaften, die Gesellschaft und die balinesische Identität. Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Das Massentourismusziel Bali erlebt, wie die landwirtschaftlichen Flächen verschwinden und die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche bedroht werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken. Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan vertritt einen anderen Ansatz und setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder generiert. Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen: Diese Folge erzählt von Menschen, die dafür kämpfen die Seele Balis vor der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen.
28 Minuten
Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft beschreiten. Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen der Insel dank der Bewässerungsgemeinschaften, sogenannter „Subaks“ bewässert. Diese beruhen auf der traditionellen balinesischen Tri Hita Karana-Philosophie, die auf eine Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaften, die Gesellschaft und die balinesische Identität. Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Das Massentourismusziel Bali erlebt, wie die landwirtschaftlichen Flächen verschwinden und die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche bedroht werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken. Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan vertritt einen anderen Ansatz und setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder generiert. Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen: Diese Folge erzählt von Menschen, die dafür kämpfen die Seele Balis vor der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen.
Mit offenen Karten
Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft beschreiten. Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen der Insel dank der Bewässerungsgemeinschaften, sogenannter „Subaks“ bewässert. Diese beruhen auf der traditionellen balinesischen Tri Hita Karana-Philosophie, die auf eine Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaften, die Gesellschaft und die balinesische Identität. Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Das Massentourismusziel Bali erlebt, wie die landwirtschaftlichen Flächen verschwinden und die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche bedroht werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken. Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan vertritt einen anderen Ansatz und setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder generiert. Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen: Diese Folge erzählt von Menschen, die dafür kämpfen die Seele Balis vor der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen.
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