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Nordlichter - Leben am Polarkreis
Wieder nimmt das ZDF-Team die Zuschauer mit in die unwirtliche Welt der Arktis mit ihrer ursprünglichen Schönheit. Eine Welt, die sich verändert und die es bald nicht mehr so geben wird. Vom größten Fjordsystem der Welt im Osten Grönlands über die Inseln der Nordwestpassage bis zu den riesigen Ölfeldern in Alaska: ZDF-Korrespondent Johannes Hano und sein Team erfahren, wie die Menschen am Polarkreis leben und wie ihre Zukunft aussehen könnte. 350 Menschen, die meisten Inuit, leben in Ittoqqortoormiit. Die nächste Siedlung liegt auf dem benachbarten Island, dazwischen knapp 800 Kilometer Arktischer Ozean. Das ZDF-Team begleitet eine Inuit-Familie durch den Scoresbysund. Hunderte Kilometer geht es in kleinen Booten durch Packeis, vorbei an Eisbergen so hoch wie Wolkenkratzer. Unterwegs begegnen sie Walfängern, die jetzt im Sommer auf Narwal-Jagd sind. In einer Welt, in der Narwal-Haut und Eisbärgulasch seit Jahrtausenden das Überleben sichern, stellen Aktivisten von Greenpeace und WWF, die den Walfang und die Eisbärjagd stoppen wollen, für die Inuit eine Bedrohung dar. Auf der Expedition durch die Fjorde erfährt das Team, wie sich durch den Klimawandel die Welt der Inuit verändert. Ein Wandel, dem sie im hohen Norden auch Positives abgewinnen: „Das Eis bricht einen Monat früher auf, das ist gut. Wir können jetzt früher in den Fjord zum Jagen“, sagt Mete Barselaisen. Doch mit dem Eis schwindet auch die Verlässlichkeit des über viele Generationen gesammelten Erfahrungswissens der Inuit. Der Klimawandel verändert auch die militärische Situation in der Arktis. Es werde einen Run auf Rohstoffe geben, prophezeit General Patrick Carpentier, Kommandeur der kanadischen Joint Task Force North. Mehr denn je müsse Kanada seine Souveränität über die riesigen Flächen behaupten. In der kanadischen Arktis begleiten Johannes Hano und sein Team das Royal 22nd Infantry Regiment aus Quebec auf seiner Späh- und Präsenzoperation in der Nordwestpassage. Das Regiment ist Teil der Joint Task Force North, die ein Gebiet von der Größe der USA überwacht, in dem jedoch nur 115.000 Menschen leben. Mit Helikoptern wird das ZDF-Team zusammen mit einem Spähtrupp und Inuit-Rangern auf einer baumlosen, kleinen Insel aus Geröll und Matsch abgesetzt. Starkem Wind und ständigem Wetterwechsel ausgesetzt, überwachen die Soldaten den Schiffsverkehr, halten Ausschau nach Schiffen und U-Booten, die sich nicht angemeldet haben. Doch es ist nicht nur das Wetter auf Jenny Lind Island, das den Soldaten zu schaffen macht: Ein Grizzlybär, den es so weit im Norden eigentlich gar nicht geben dürfte, streift über die einsame Insel und macht die Soldaten, die keine Waffen tragen, nervös. Wie dramatisch die arktische Welt sich verändert, erlebt das ZDF-Team bei seiner Reise auf einer der gefährlichsten Straßen Nordamerikas. Knapp 700 Kilometer lang windet sich der Dalton Highway durch die dichten Wälder Alaskas über den mächtigen Yukon River. Vorbei am - auch im Sommer schneebedeckten - Brooks Range geht es in die Tiefebene der arktischen Tundra bis an die Küste des Arktischen Ozeans. Der Highway, über weite Strecken nur eine matschige Piste, endet im größten Ölfeld der USA an der Prudhoe Bay. Rund 300.000 Barrel Rohöl werden dort jeden Tag gefördert und durch die Trans-Alaska-Pipeline knapp 1300 Kilometer von Deadhorse zum Hafen Valdez an der Pazifikküste gepumpt. Der tauende Permafrost und die Rücknahme von Förderverboten durch die Trump-Regierung haben einen neuen Öl-Boom entfacht, der jedoch von kurzer Dauer sein könnte. Wie dramatisch sich die Welt dort verändert, erklärt der Klimaforscher Vladimir Romanovsky: Wenn der Permafrost im selben Tempo auftaue wie in den letzten fünf Jahren, werde der Boden so instabil, dass Städte, Förderanlagen und Pipelines im Matsch versinken würden.
Die Trapp-Familie - Ein Leben für die Musik
Die Trapp-Familie war und ist eine der berühmtesten Familien der Welt. Ihr Gesang machte sie unsterblich. Der Spielfilm erzählt, wie alles begann. Die historischen Ereignisse sind in einer Rahmenhandlung verpackt, die in der Gegenwart spielt. Dabei erzählt Agathe ihrer Nichte die dramatische Geschichte der Familie vor der Emigration in die USA. Gedreht wurde der Film an Originalschauplätzen in und um Salzburg. In den 1920er-Jahren feiert Familie Trapp in ihrem riesigen Haus in Zell am See Weihnachten. Vater Georg Trapp, in der untergegangenen Donau-Monarchie ein hoher Marineoffizier, der im Ersten Weltkrieg kämpfte, hat sechs Kinder. Obwohl sich alle um Normalität und schöne Festtage bemühen, liegt ein Schatten über der Familie: Die Mutter liegt schwer krank im Bett. Kurz nach den Feierlichkeiten stirbt sie. Die älteste Tochter Agathe, die der Mutter besonders nahestand, wird quasi Vorstand des großen Haushalts, zu dem neben der Familie auch Dienstpersonal gehört. Vor dem Tod der Mutter hat Agathe leidenschaftlich gern gesungen, doch mit deren Tod verstummt das Mädchen für ganze zehn Jahre. Die Familie zieht nach Salzburg, wo Vater Trapp die junge Novizin Maria Gustl als Kinderfrau einstellt. Bald gibt Maria das Klosterleben ganz auf und heiratet Georg, mit dem sie ein weiteres Kind, ein Mädchen, bekommt. Agathe ist von der neuen Frau an der Seite des Vaters nicht begeistert. Sie fürchtet um die Erinnerung an die geliebte Mutter. Doch Maria ist keine böse Märchen-Stiefmutter. Sie behandelt alle Kinder fair und bemüht sich auch um Agathe. Am politischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf. In Deutschland haben die Nationalsozialisten die Macht übernommen, Österreich steht der Anschluss an Deutschland bevor, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Es kursieren Gerüchte darüber, dass nach dem Anschluss den jüdischen Mitbürgern ein schreckliches Schicksal droht. Maria ist sehr beunruhigt. Doch Georg will seine Heimat nicht verlassen. Sein Chauffeur Konrad bekennt sich offen zu den Nazis. Georg verliert sein Vermögen, das er von London nach Salzburg transferiert hatte, weil er es in Österreich für sicherer hielt. Er muss Konrad und zahlreiche andere Angestellte entlassen, behält aber das Haus. Sigi, Agathes bester Freund aus Kinder- und Jugendtagen in Zell am See, arbeitet mittlerweile in Salzburg als Lehrling für eine linksgerichtete Arbeiterzeitung. Eines Nachts wird er beim Plakatieren von einer Gruppe Nazi-Schläger zu Tode geprügelt. Die hilflose Agathe muss alles mit ansehen. Auch die Salzburger Festspiele sind bedroht. Sie seien jüdisches Machwerk, die Nazis in Österreich rufen die Bevölkerung zum Boykott der Veranstaltung auf. Im Sommer 1937, noch vor Sigis Tod, macht Agathe durch einen Zufall die Bekanntschaft der berühmten Sopranistin Lotte Lehmann. Lotte fördert Agathes musikalisches Talent und das der Geschwister. Die gesamte Familie, auch Mutter Maria und Patriarch Georg, sollen zu einem gemeinsamen Auftritt zusammenkommen. Lotte gibt Georg deutlich zu verstehen, dass sie danach mit ihrer Familie das Land Richtung USA verlassen wird, da sie um die Sicherheit ihrer Lieben fürchtet. In der Not und in Opposition zum sturen Familienoberhaupt kommen sich Agathe und Maria endlich näher. Gemeinsam besuchen sie das Grab von Agathes Mutter. Der Auftritt der Familie bei den Salzburger Festspielen wird ein großer Erfolg. Kurze Zeit später, 1938, verlässt die gesamte Familie Trapp nachts heimlich ihr Haus, mit nur wenigen Habseligkeiten bepackt. Sie fliehen in die USA. Noch in derselben Nacht verwüstet ein Schlägertrupp unter Konrads Führung das Gebäude. Der Film von Regisseur Ben Verbong basiert auf der Autobiografie von Agathe von Trapp.
Nur mit dir zusammen
In Julis Leben dreht sich alles um die Musik - und sie will es ganz nach oben schaffen. Doch ausgerechnet ihr bislang größter Hit basiert auf einer Lüge: dem Tod ihres Vaters. Dass dieser in Wirklichkeit zurückgezogen auf dem Land lebt und es sich um Rocklegende Wim handelt, darf niemals an die Öffentlichkeit gelangen. Selbst als sie kurz vor ihrem Karrieredurchbruch erfährt, dass sie schwer erkrankt ist, will Juli es allein schaffen. Doch sie hat keine Wahl: Nur ihr Vater kann ihr Leben retten. Während Wim darin nach Jahren der Funkstille die Chance sieht, mit Juli wieder ins Reine zu kommen, kann sich die aufstrebende Sängerin nur schwer öffnen. Zu tief sitzen die Enttäuschungen von früher. Aber Wim kämpft um die Beziehung zu seiner Tochter. Gefangen zwischen Erfolgsdruck, ihrer Krankheit und der Emanzipation als Musikerin merkt Juli schnell, dass sie den Vater mehr denn je an ihrer Seite braucht und sie sich endlich entscheiden muss, wer sie wirklich sein möchte. In dem Fernsehfilm „Nur mit Dir zusammen“ gibt eine der erfolgreichsten Solokünstlerinnen Deutschlands ihr Filmdebüt: Vanessa Mai spielt eine junge Frau, die ihren Durchbruch als Sängerin schaffen will, als sie eine lebensbedrohliche Diagnose bekommt. Gefangen zwischen ihrem eigenen Ehrgeiz und den Anforderungen des Showgeschäfts, muss sie lernen, die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Museums-Check mit Markus Brock
Den Spitznamen „Zuckerwürfel“ hat das Museum „Reinhard Ernst“ in Wiesbaden seit seiner Eröffnung im Juni 2024. Der Bau von Stararchitekt Fumihiko Maki hat eine weiß schimmernde Granitfassade. Das eindrucksvolle Gebäude beherbergt die hochkarätige Kunstsammlung des Unternehmers Reinhard Ernst. Sein Faible für die abstrakte Kunst teilt auch der diesmalige Gast, der Kunst-Comedian Jakob Schwerdtfeger. „Ich finde es toll, dass es keine eindeutige Lesart für abstrakte Kunst gibt“, sagt der 1988 geborene Kunsthistoriker. Jahrelang arbeitete er als Museumspädagoge im Frankfurter Städel und fragte sich, warum über Kunst so ernst und elitär geredet und geschrieben wird. Kunst werde viel zu wenig mit Humor behandelt, meint Schwerdtfeger. Also erfand er 2019 das Genre „Kunst-Comedy“, ohne zu ahnen, wie erfolgreich er damit werden würde. Inzwischen hat er einen Spiegel-Kunstbestseller gelandet und gibt in seinem aktuellen Bühnenprogramm „Meisterwerk“ einen launigen Abriss über 600 Jahre Kunstgeschichte. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet er das Museum Reinhard Ernst mit geschärftem Blick darauf, wie die Kunst den Besuchern dort vermittelt wird. Dem Museumsgründer Reinhard Ernst liegt es besonders am Herzen, ein breites Publikum zu begeistern. Jeden Vormittag ist das Museum nur für Schulklassen eintrittsfrei geöffnet. Reinhard Ernst selbst kam erst als Vierzigjähriger mit Kunst in Berührung, bei der Eröffnung des Picasso-Museums in Paris 1985. Der Unternehmer kauft ausschließlich abstrakte Kunst, weil sie einem nicht vorschreibe, was man zu sehen habe. Heute umfasst seine Sammlung rund 1000 Werke, unter anderem von Frank Stella, Tony Cragg, Katharina Grosse, und mit mehr als 50 Werken von Helen Frankenthaler die größte Privatsammlung der abstrakten Expressionistin. Mit seinem eigenen Museum verwirklichte er den Wunsch, seine Sammlung mit der Öffentlichkeit zu teilen. Den Bau finanzierte komplett seine Stiftung Reinhard und Sonja Ernst, das Grundstück stellte die Stadt Wiesbaden in Erbpacht. „Farbe ist alles!“ heißt die aktuelle Dauerausstellung. Sie zeigt eine Auswahl aus der internationalen Sammlung. Abstrakte Malerei aus Europa, den USA und Japan aus den letzten 75 Jahren steht im Zentrum. Außerdem zeigt die Sonderausstellung „Helen Frankenthaler moves“ bis 22. Februar 2026 Arbeiten der US-Amerikanerin im Dialog mit Kunst der Gegenwart von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess.
heute
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
3sat-Wetter
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wenn ICE vor der Tür steht: Eine Familie kämpft, eine Stadt in den USA wehrt sich
Rodney Taylor kämpft in den USA gegen seine Abschiebung. Gleichzeitig wehrt sich eine Kleinstadt in Georgia gegen ein riesiges Abschiebegefängnis der US-Einwanderungsbehörde ICE. Rodney Taylor kam als Kleinkind aus Liberia in die USA. Noch vor seinem zehnten Geburtstag wurden ihm beide Beine amputiert. In Georgia baute er sich ein Leben auf, gründete eine Familie und arbeitete als Coiffeur. Doch sein Aufenthaltsstatus blieb ungeklärt. Anfang 2025 wurde Rodney von der US-Einwanderungsbehörde „Immigration and Customs Enforcement“ festgenommen. 15 Monate verbrachte er im „Stewart Detention Center“ im Süden des Gliedstaats. Heute ist er wieder bei seiner Familie, doch seine Zukunft bleibt ungewiss: Gegen ihn läuft weiterhin ein Abschiebungsverfahren. Während Rodney in Haft saß, plante die Regierung rund 200 Kilometer weiter nördlich ein neues Haftzentrum für bis zu 10.000 Menschen. Ausgerechnet in Social Circle, einer kleinen, stark republikanisch geprägten Stadt, formierte sich Widerstand. Eine progressive Aktivistin und ein Trump-Wähler hatten plötzlich dasselbe Ziel: mit aller Macht das ICE-Abschiebegefängnis verhindern. „NZZ Format“ begleitet Rodney und seine Frau Mildred nach seiner Freilassung und trifft in Social Circle jene, die sich gegen das geplante Haftzentrum stellen.
3sat-Wetter
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Fashion Empires: Gucci Skandale, Legenden und Geheimnisse
Intrigen, Glamour und ein Auftragsmord: Die Dokumentation „Fashion Empires: Gucci“ erzählt, wie Gucci vom Familienbetrieb zum globalen Luxusimperium wurde. Vom florentinischen Handwerksbetrieb zur Ikone: Gucci erlebt familiäre Machtkämpfe, spektakuläre Abstürze und einen Mordfall, der die Welt erschüttert. Dennoch gelingt dem Modehaus ein überraschender Neuanfang. 1995 wird Maurizio Gucci ermordet. Das Verbrechen, das die Welt schockiert und den Namen Gucci endgültig zur Schlagzeile macht. Doch die Geschichte des Modehauses ist weit mehr als ein Kriminalfall: Sie ist die Chronik eines Imperiums, das immer wieder fällt - und stärker zurückkehrt. Alles beginnt 1921 in Florenz: Guccio Gucci eröffnet ein Geschäft für Lederwaren und legt damit den Grundstein für eine Marke, die für italienisches Handwerk, Luxus und ikonische Designs steht. Mit Produkten wie dem Horsebit-Loafer und der Bamboo Bag wird Gucci früh zur Prestigemarke - getragen von Hollywoodstars und Königshäusern. Doch der Erfolg wird zum Fluch. Innerhalb der Familie entbrennen Machtkämpfe, die das Unternehmen an den Rand des Ruins treiben. Wirtschaftliche Fehlentscheidungen und schließlich der Verkauf der Firma beenden die Ära der Gucci-Dynastie. Der Mord an Maurizio Gucci markiert den Tiefpunkt. Dennoch gelingt der Neuanfang: Designer wie Tom Ford und später Alessandro Michele erfinden Gucci radikal neu. Sie machen die Marke erneut zum globalen Phänomen zwischen Luxus, Popkultur und Zeitgeist. In der Dokumentation kommen unter anderen zu Wort: die Gucci-Nachfahren Drusilla Gucci und Uberto Gucci, die Buchautorin Sara Gay Forden, die Modehistorikerin Valerie Steele sowie die Modejournalistin Joëlle Diderich. Gucci, Versace, Dior, Yves Saint Laurent und Chanel: Die fünfteilige Reihe „Fashion Empires“ blickt hinter die Fassaden der legendärsten Modeimperien der Welt. Sie erzählt ihre Geschichten von den Anfängen bis heute, von außergewöhnlichen Visionärinnen und Visionären, von erfolgreichem Unternehmertum, gesellschaftlichem Wandel und den Höhen und Tiefen menschlichen Handelns. Redaktionshinweis: Die weiteren vier Folgen der fünfteiligen Reihe „Fashion Empires“ zeigt 3sat an den kommenden Samstagen um 19.20 Uhr.
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