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Inside Stasi
„Wir müssen alles erfahren!“, fordert Erich Mielke, der Leiter des DDR-Inlandsgeheimdienstes. Die etwa 200.000 Mitarbeiter seiner „Staatssicherheit“ spionieren dafür rund um die Uhr. Nach der Wende finden Bürgerrechtler tonnenweise Akten, Tonbänder, Filme, aber auch rätselhafte Gläser mit „Geruchsproben“ in den Stasiarchiven. Sie geben tiefe Einblicke in die geheime Welt von Mielkes Agenten und Zuträgern, in ihr Tun und Denken. Die Stasi hat bei vielen, die sie überwachte, tiefe Wunden hinterlassen. Betroffene schildern, wie sie persönlich ins Visier der Stasi gerieten, wie sie belauscht, bespitzelt oder gar Ziel von Mordanschlägen wurden. Experten ordnen die persönlichen Erlebnisse in die Geschichte der Staatssicherheit und der DDR insgesamt ein. „Terra X History“ zeigt Anspruch und Wirklichkeit eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt.
Sterben
Familie Lunies ist schon lange keine Familie mehr. Erst als der Tod, der alte Bastard, auftaucht, begegnen sie sich wieder. „Sterben“ ist ein Film über die Intensität des Lebens angesichts der Unverschämtheit des Todes. Er ist zart und brutal, absurd lustig und todtraurig, furchtbar bitter und manchmal überraschend schön. In „Sterben“ geht es um die Familie Lunies, die schon lange keine mehr ist. Erst als der Tod, der alte Bastard, auftaucht, begegnen sie sich wieder. Lissy Lunies, Mitte 70, ist im Stillen froh darüber, dass ihr dementer Mann langsam dahinsiechend im Heim verschwindet. Doch ihre neue Freiheit währt nur kurz, denn Diabetes, Krebs, Nierenversagen und beginnende Blindheit geben ihr selbst nicht mehr viel Zeit. Im Zentrum dieses Panoptikums der Todgeweihten aber steht ihr Sohn, der Dirigent Tom Lunies, Anfang 40. Mit seinem depressiven besten Freund Bernard arbeitet er an einer Komposition namens „Sterben“, und der Name wird zum Programm. Gleichzeitig macht ihn seine Ex-Freundin Liv zum Ersatzvater ihres Kindes, das eigentlich auch sein eigenes hätte sein können. Toms Schwester Ellen beginnt währenddessen eine wilde Liebesgeschichte mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian. Die beiden verbindet die Liebe zum Alkohol, denn nichts befreit mehr als ein trockener Martini. Sie verweigert es, im System zu funktionieren, und wählt stattdessen die Lust und den Rausch. Aber alles im Leben hat seinen Preis.
Ausbeutung nach Plan - Zwangsarbeit im DDR-Gefängnis
Es ist ein dunkles Kapitel der Vergangenheit: Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen. Die Inhaftierten, darunter viele politische Gefangene, schufteten unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen. Schon ab den 1950er-Jahren war Gefangenenarbeit Pflicht - für Männer und Frauen. Fast alle waren ungeschult, nur unzureichend geschützt und mussten ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. So wie Edda Schönherz, einst bekannte Ansagerin des DDR-Fernsehens. Weil sie mit ihren Kindern die DDR verlassen wollte, wurde sie 1975 wegen „staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme“ verurteilt. Zwei Jahre saß sie im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck im Erzgebirge ein und musste dort im Dreischichtsystem für die Textilindustrie arbeiten. Die Strumpfhosen, die sie und andere Frauen zusammennähten, landeten später als Billigware in Warenhäusern und bei Versandhändlern im Westen - Knastarbeit für dringend benötigte Devisen. Holger Rossmann kam als Gefangener in das Chemiekombinat Bitterfeld, wo er kaum geschützt mit Giftstoffen Kontakt hatte. Es war einer der gefährlichsten Arbeitsplätze der DDR, an dem zivile Arbeiter nicht eingesetzt wurden. Unfälle gehörten zum Alltag. Weil Arbeitskräfte stets knapp waren in der DDR-Planwirtschaft, mussten Strafgefangene die Lücken stopfen. Ab den 1960er-Jahren gab es ein zentrales System für den Einsatz von Häftlingen in der Wirtschaft. Die Betriebe rissen sich regelrecht um die billigen und stets verfügbaren Arbeitskräfte. Rücksicht auf das Individuum gab es im System Zwangsarbeit nicht. Viele ehemalige Zwangsarbeiter leiden bis heute. „Terra X History“ ordnet die Praxis der Zwangsarbeit in den Kontext der DDR-Geschichte ein, zeigt die Aufarbeitung dieses Kapitels nach der Wiedervereinigung - und fragt auch nach der Verantwortung westdeutscher Unternehmen wie Aldi, Ikea und der Deutschen Bahn, die von der Gefangenenarbeit profitierten.
Donat auf Achse: Von Ziegen, Hochzeiten und Organspende
Dieses Mal begleitet Donat ein junges Paar ins Standesamt, das sich trotz eines Unfalls am Polterabend nicht aus der Bahn werfen lässt und sich das Jawort gibt. Und er trifft eine Frau, die nach Wochen im Koma mit einer Spenderlunge weiterlebt und erzählt, wie sich ein Neuanfang anfühlt. In „Donat auf Achse“ reist Moderator Donat Hofer durch die Schweiz - ohne festen Plan, geleitet vom Zufall und den Begegnungen am Weg. Er folgt dem, was sich ergibt, bleibt stehen, wo Menschen ihre Geschichten teilen, und lässt sich durch Straßen, Dörfer und Städte treiben. Was bewegt die Schweiz im Alltag? Wie leben, lieben, hoffen oder zweifeln ihre Menschen? In spontanen Gesprächen entstehen direkte und oft überraschende Porträts. Es geht um das, was selten ausgesprochen wird: um Tabus, Schmerz, Liebe und Menschlichkeit. Und immer wieder auch um das Leichte, das Unerwartete, das kleine Glück am Wegesrand.
10 vor 10
„10 vor 10“ ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen . Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
Mordnacht
Einer für alle, alle für einen! So lautet das Motto im beschaulichen Heiterstorf vor den Toren Hamburgs. Gabriel Panski will in seinem Heimatort wieder akzeptiert werden. Er hatte den Ort einst überheblich hinter sich gelassen, nun nimmt der Familienvater einen Spießrutenlauf auf sich, um wieder dazuzugehören. Nach einem deprimierenden Filmriss-Zechabend im Ruderclub, dem Herzen Heiterstorfs, ist er plötzlich der „Mann der Stunde“. Das Dorf will mithelfen, dass Panski für eine gemeinwohlorientierte Heldentat nicht büßen muss: den Mord an dem Hamburger Immobilienhai Butz, der alle über den Tisch ziehen wollte. Obwohl die Geldadel-Dynastin Erna Gutdorf höchstpersönlich den Tatort im Ruderclub geschrubbt hat, führen die Spuren zu Panski. Kommissarin Winter ist dem verkaterten Verdächtigen immer einen Schritt voraus. Sie muss jedoch erkennen, dass ihr perfektes Indizien-Puzzle zu einem manipulierten Bild führt. Als die Kommissarin mit dem Verdächtigen an einem Strang zieht, stoßen sie auf eine perfide Verschwörung - und einen Seitensprung von Panskis Frau Anna, von dem der Gebeutelte lieber nichts wüsste.
10 vor 10
„10 vor 10“ ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen . Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
STÖCKL
Dieses Mal zu Gast: Unternehmer Matthias Strolz, Schauspieler Nils Arztmann, Künstlerin Timna Brauer mit ihrer Tochter, der Sängerin Jasmin Meiri-Brauer, sowie Journalistin Birgit Fenderl. Vor acht Jahren zog sich Matthias Strolz aus der Parteipolitik zurück. Seither ist der Ex-NEOS-Chef als Unternehmer, Coach und Autor tätig. Mit „Homo Universus“ legt er nun ein Buch vor, das für ein neues, ganzheitliches Menschenbild plädiert. Eine Antwort auf die Polykrisen unserer Zeit, vor denen Strolz eindringlich warnt: Er spricht gar von einem drohenden „Hiroshima-Moment“. Schauspieler Nils Arztmann ist Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt und war in jüngeren Jahren Kärntner Schachmeister. Aktuell ist er im Kino in einer besonderen Rolle zu sehen, der wohl prägendsten Figur in der österreichischen Politik: Bruno Kreisky. Im Nighttalk „STÖCKL“ erzählt der Wiener, wie er sich der Figur angenähert hat und was Schach und Schauspiel über Menschen verraten. Künstlerin Timna Brauer widmet sich mit „Die Arik Brauer Villa“ ihrem Wiener Elternhaus, in dem sie gemeinsam mit Tochter Jasmin Meiri-Brauer bis heute Führungen gibt. Der Musik bleiben beide treu: Timna mit ihrer ersten Oper, Jasmin mit ihrer Band „Baba Yaga“, deren neues Album „Odiseja“ demnächst erscheint. Wie sich für Mutter und Tochter der Blick auf die eigene Familiengeschichte durch das gemeinsame Kuratieren der Erinnerungen verändert hat und was von Vater und Großvater Arik Brauer bis heute nachwirkt, erzählen sie im persönlichen Gespräch. Vor rund zwei Jahren hat die frühere ORF-Moderatorin Birgit Fenderl noch einmal neu angefangen: Neben ihrer Tätigkeit als Mediencoach, Vortragende und Motivatorin betreibt sie heute den Podcast „Von wegen Pause“, der ein Thema ins Licht rückt, über das lange kaum gesprochen wurde: die Wechseljahre. Warum wird die Menopause gesellschaftlich so oft als Ende statt als Übergang wahrgenommen? Und was ist das Schöne daran, nicht mehr 20 sein zu müssen?
Inside Stasi
„Wir müssen alles erfahren!“, fordert Erich Mielke, der Leiter des DDR-Inlandsgeheimdienstes. Die etwa 200.000 Mitarbeiter seiner „Staatssicherheit“ spionieren dafür rund um die Uhr. Nach der Wende finden Bürgerrechtler tonnenweise Akten, Tonbänder, Filme, aber auch rätselhafte Gläser mit „Geruchsproben“ in den Stasiarchiven. Sie geben tiefe Einblicke in die geheime Welt von Mielkes Agenten und Zuträgern, in ihr Tun und Denken. Die Stasi hat bei vielen, die sie überwachte, tiefe Wunden hinterlassen. Betroffene schildern, wie sie persönlich ins Visier der Stasi gerieten, wie sie belauscht, bespitzelt oder gar Ziel von Mordanschlägen wurden. Experten ordnen die persönlichen Erlebnisse in die Geschichte der Staatssicherheit und der DDR insgesamt ein. „Terra X History“ zeigt Anspruch und Wirklichkeit eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt.
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